Segelboot Typen: Was sind die Unterschiede?

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Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Modelle, die zunächst alle unter der Rubrik „Segelboot“ einzuordnen sind. Welche Varianten das sind, erklären wir im Folgenden.

Optimist

Beim „Optimist“ handelt es sich um ein Segelboot, das speziell für Kinder entwickelt wurde. Diese kleinen Segelboote sind zum einen unsinkbar, zum anderen sind sie auf Grund ihrer Rumpfform und wegen des kleinen Segels auch äußerst schwer zu kentern. Grundsätzlich lässt sich der Optimist sehr leicht handhaben. Aus diesem Grund ist er gerade für Kinder so hervorragend geeignet, weil sich die kleinen Segler so hauptsächlich auf das Steuern, den Wind und die Wellen konzentrieren können. 

Die erforderlichen Kenntnisse werden in einer Segelschule vermittelt. Um an einem solchen Kurs teilzunehmen, gibt es zwei Mindestvoraussetzungen. Zum einen muss man 7 Jahre alt sein und zum anderen ist ein Schwimmnachweis für die Kursteilnahme erforderlich. Der VDS-Juniorsegelschein Optimist/Jolle bestätigt dann die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten.

Jolle

Die Jolle ist eine weitere Segelbootart und sie ähnelt vom Grundaufbau schon einem großen Segelboot. Mit Hilfe einer Pinne, also einem Ruderblatt, das achtern, also hinten am Boot, angebracht ist, wird die Jolle gesteuert. Das Lenken der Pinne bewirkt eine seitliche Stellung des Ruderblattes. Der darauf auftretende Wasserdruck dreht die Jolle. 

Wenn eine Jolle über eine Kajüte verfügt, dann heißt sie Jollenkreuzer. Weder die Jollen, noch die Jollenkreuzer sind besonders groß, aber sie haben schon zwei Segel, ein Vorsegel und ein Großsegel.

Weitere seglerischen Fähigkeiten für eine Jolle erwirbt man, wenn man nach dem Segel-Junior-Grundkurs (Optimist/Jolle) den Segel-Junior-Leistungsschein Jolle absolviert. Auch hierfür muss man mindestens 7 Jahre alt sein und die Absolvierung des Grundkurses sind Voraussetzung. Dieser Segelschein ist eine Einführung in das Regattasegeln.

Segelyachten

Die Segelyachten sind in der Regel gewichtsstabile Segelboote. Hier kommt kein Schwert mehr zum Einsatz, sondern diese Boote verfügen bereits über ein Kiel, an dem sich die Kielbombe befindet. Die Kielbombe besteht fast immer aus Blei und ist quasi das Gewicht beim Segelboot, das durch seinen Tiefgang einen guten Hebel als Gegendruck zu den drückenden Segeln erzeugt. Dadurch ist ein Kentern nahezu ausgeschlossen. Selbst bei Querlage richtet sich die Segel-Yacht wieder auf. Größere Segeljachten werden in der Regel über ein Radsteuer und nicht mehr über eine Pinne gesteuert.

Für diese Yachten wird entweder der Sportbootführerschein See, der für die Küste gültig ist, oder der Sportbootführerschein Binnen, der das Segeln auf Binnengewässern erlaubt, benötigt. Erwerben kann man diese Segelschein ab 16 Jahre. 

Katamaran und Trimaran 

Hierbei handelt es sich um die sogenannten Mehrrumpfboote. Diese Segelboote verfügen über jeweils zwei Ruderblätter, die an den äußeren Rümpfen befestigt sind. Die Schwerter wirken hier der Abdrift entgegen.

Anders als bei Segelbooten, die nur einen Rumpf haben, kann man mit Mehrrumpfbooten nur bedingt in Schräglage segeln. Das liegt daran, dass diese Segelboote mehrere Auflagepunkte besitzen, die quasi die Schräglage verhindern.

Der Hauptunterschied zwischen Katamaran und Trimaran ist, dass der Katamaran zwei Rümpfe und der Trimaran drei Rümpfe hat. Wobei es hier genau genommen einen mittigen Rumpf und zwei Schwimmkörper gibt.

Anders als beim Einrumpfboot wird hier die Segelfläche beim Segeln nicht durch die Schräglage verkleinert. Daraus resultiert, dass beim Mehrrumpfboot Segeln sehr viel höhere Geschwindigkeiten erzielt werden können. Allerdings verfügt weder der Katamaran noch der Trimaran über eine Kielbombe, daher können sie genauso kentern, wie eine Jolle.

Den Katamaran-Junior-Grundschein kann man ebenfalls ab einem Alter von 7 Jahren erwerben, dafür stehen speziell ausgestattete kindgerechte Katamarane zur Verfügung. Grundsätzlich wird aber empfohlen, dass zuvor bereits ein Juniorsegelschein erworben wurde. 

 

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