Segel Fachbegriffe: Was steckt dahinter?

ian keefe nGOK EqQpY4 unsplash 1024x683 - Segel Fachbegriffe: Was steckt dahinter?

Für alle Landratten und alle die, die das Segeln gern erlernen wollen, scheint es bereits vor Beginn des Segelunterrichts eine echte Hürde zu geben. Hierbei handelt es sich um die von vielen Menschen also beinahe geheimnisvoll angesehene Sprache der Segler. Viele Menschen zeigen sich tatsächlich sehr beeindruckt und sind deshalb sogar regelrecht eingeschüchtert. 

Nun gut, ganz so schlimm ist es sicherlich nicht, aber man sollte sich tatsächlich darüber im Klaren sein, dass es ohne „Vokabel“ lernen nicht geht. Das hilft nicht nur beim Lernen für den Bootsführerschein enorm weiter, vor allem erleichtert es den Umgang an Bord. 

Diese Begriffe sollte man kennen 

Du bekommst nun einen groben Überblick über die besonders geläufigen und häufig fallenden Begriffe rund ums Segeln.

Backbord: Hiermit ist die linke Seite des Bootes gemeint und zwar dann, wenn man nach vorne, also zum Bug schaut.

Steuerbord: Damit ist die rechte Seite des Bootes gemeint, ebenfalls aus der Position wie zuvor erwähnt betrachtet.

Luv: Die dem Wind zugewandte Seite.

Lee: Die dem Wind abgewandte Seite.

Wichtig ist hier zu verstehen, dass es nicht um das Schiff geht, sondern um den Wind. Doch wie kann man sich merken, was noch mal was ist? Ganz einfach, man nutzt dazu diese Eselsbrücken:

„Spuckst du in Luv, kriegst du es druff“ – Das bedeutet, dass aus dieser Richtung, nämlich Luv, der Wind kommt. Hier sollte man es tunlichst vermeiden, zu spucken.

„Spuckst du in Lee, fällt die Spucke in die See“ – Das bedeutet, dass bei Lee der Wind von einem wegweht. Hier darf also risikofrei gespuckt werden.

Achteraus: Beschreibt alles, was hinter dem Boot liegt.

Bergen: Der Begriff ist auch im normalen Sprachgebrauch bekannt und besagt, dass man hier entweder einen Gegenstand in Sicherheit bringt, oder ein Schiff, das in Seenot geraten ist, geborgen werden soll. In der Segelsprache bedeutet er aber schlicht und einfach: Die Segel herunternehmen

Fender: Hierbei handelt es sich um einen ballonartigen Gummipuffer, der entweder seitlich am Boot oder an einem Ponton baumelt. Die Fender verhindern somit Schäden am Boot oder an den Pontons.

Pinne oder Ruderpinne: Die Pinne ist der Stock, mit dem das Ruderblatt bewegt wird. Das haben alle Boote, die keine Radsteuerung haben.

Reffen: Beim Reffen wird die Segelfläche verkleinert. Das macht man, indem man zum Beispiel ganze Segel oder auch nur Teile einholt.

Hissen: Beim Segeln ist damit das Hochziehen eines Segels gemeint, aber man kann auch eine Flagge hissen, also hochziehen.

Kreuzen: Beim Segeln wird viel gekreuzt. Gemeint ist damit, dass man mit Hilfe eines Zick-Zack-Kurses auf ein Ziel in Windrichtung segelt.

Lenzen: Das Lenzen wird immer dann notwendig, wenn das Boot mit Wasser vollgelaufen ist. Bei größeren Booten wird diese Arbeit in der Regel von Lenzpumpgen übernommen. Auf kleineren Booten muss man selbst handanlegen und mit kleinen Behältnissen das Wasser aus dem Boot schaffen.

Schot: Eine Schot ist ein Seil, oder besser ein Tau, das zum Bedienen eines Segels eingesetzt wird. Bei den Schoten gibt es das Großschot für das Hauptsegel und die beiden Fockschoten (Vorschot) für das Vorsegel. Unterschieden wird aber hier auch noch in das Backbordschot und das Steuerbordschot. Benötigt werden die Schoten, um das Segel für den passenden Kurs zu trimmen. Also werden die Schoten dichtgeholt (stramm gezogen) oder gefiert (locker gelassen) 

 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.